
Nach einer Zahnentfernung, einer Implantation oder einem anderen zahnärztlich-chirurgischen Eingriff beginnt der Körper mit der Wundheilung. Die PRF-Eigenbluttherapie nutzt dafür aufbereitete Bestandteile Ihres eigenen Blutes. In der Zahnarztpraxis Helena Brodt in Waldkraiburg kann PRF als ergänzendes Verfahren in Betracht kommen, um die körpereigenen Heilungsprozesse in ausgewählten Situationen zu unterstützen.
Aus dem eigenen Blut gewonnen
Eine kleine Blutprobe wird zentrifugiert, sodass ein Fibrinnetzwerk mit Blutplättchen und weiteren körpereigenen Bestandteilen entsteht.
- Ohne zugesetzte körperfremde Wachstumsfaktoren
- Direkte Anwendung im Behandlungsgebiet möglich
Ergänzung zur chirurgischen Behandlung
PRF wird unmittelbar im Zusammenhang mit dem Eingriff eingesetzt und soll die lokale Gewebeheilung unterstützen.
- Besonders bei ausgewählten Zahnextraktionen untersucht
- Individuelle Entscheidung je nach Behandlungsziel
Was ist PRF – und wie kann Eigenblut die Wundheilung unterstützen?
PRF steht für Platelet Rich Fibrin, auf Deutsch plättchenreiches Fibrin. Das gewonnene Fibrinnetzwerk enthält Blutplättchen und weitere Bestandteile, die an der natürlichen Wundheilung beteiligt sind. Bei der Aufbereitung wird eine kleine Menge Eigenblut in einer Zentrifuge getrennt. Das entstehende Material kann als Gerinnsel oder Membran im Operationsgebiet eingesetzt werden. Studien beschreiben mögliche Vorteile insbesondere für die frühe Weichgewebeheilung nach Zahnextraktionen. Die Ergebnisse sind jedoch nicht für jede Indikation gleich eindeutig.
Körpereigenes Material
Das verwendete Fibrin stammt aus Ihrem eigenen Blut. Dennoch sind Risiken der Blutentnahme und des chirurgischen Eingriffs zu beachten.
Unterstützung der frühen Heilung
Untersuchungen zeigen Hinweise auf eine verbesserte frühe Weichgewebeheilung nach bestimmten Zahnextraktionen.
Individuell einsetzbar
Ob PRF einen sinnvollen Zusatznutzen erwarten lässt, wird passend zu Eingriff, Vorerkrankungen und Heilungssituation beurteilt.

Wie läuft die PRF-Eigenbluttherapie ab?
Beratung und Planung
Wir prüfen zunächst, ob PRF bei der vorgesehenen Behandlung infrage kommt.
Blutentnahme
Es wird eine kleine Blutmenge entnommen.
Aufbereitung
Durch Zentrifugation entsteht ein Fibrinkonzentrat. Die genaue Dauer hängt vom verwendeten Verfahren ab.
Anwendung
Das PRF wird als Gerinnsel oder Membran in das Behandlungsgebiet eingebracht.
Nachsorge
Sie erhalten auf den Eingriff abgestimmte Hinweise. PRF ersetzt weder die übliche Wundversorgung noch notwendige Nachkontrollen.
Wann wird PRF in der Zahnmedizin eingesetzt?
Als ergänzendes Verfahren wird PRF vor allem bei bestimmten oralchirurgischen Maßnahmen diskutiert. Besonders gut untersucht ist der Einsatz nach Zahnentfernungen. Bei Implantationen, Knochenaufbau und Weichgewebebehandlungen hängt der mögliche Nutzen stark vom jeweiligen Verfahren ab.
Mögliche Einsatzgebiete
- Nach ausgewählten Zahnextraktionen, beispielsweise Weisheitszahnentfernungen
- Bei bestimmten Implantationen als ergänzende Maßnahme
- Bei ausgewählten Eingriffen zum Knochen- oder Weichgewebeaufbau
- Zur lokalen Unterstützung der Heilung nach bestimmten chirurgischen Eingriffen
Wichtig: Eine schnellere Heilung, weniger Schmerzen oder ein besserer Implantaterfolg lassen sich nicht für jeden Patienten versprechen. Ob PRF sinnvoll ist, besprechen wir individuell mit Ihnen.
PRF-Behandlung in Waldkraiburg – persönlich beraten
Sie möchten wissen, ob die PRF-Eigenbluttherapie bei Ihrer geplanten Behandlung eine sinnvolle Ergänzung ist? In der Zahnarztpraxis Helena Brodt in Waldkraiburg informieren wir Sie verständlich über Anwendung, Möglichkeiten, Grenzen und mögliche Kosten.
Wissenschaftliche Quellen und fachlicher Hinweis
Die Forschung zeigt Hinweise auf Vorteile bei bestimmten frühen Heilungsparametern nach Zahnextraktionen; Ergebnisse zur Knochenheilung, Schmerzreduktion und zu langfristigen Implantaterfolgen sind je nach Studie uneinheitlich. Die Behandlung muss individuell beurteilt werden.
Häufige Fragen zur PRF-Eigenbluttherapie
PRF bedeutet Platelet Rich Fibrin (plättchenreiches Fibrin). Dabei wird eine kleine Menge Eigenblut zentrifugiert. Das gewonnene Fibrinnetzwerk enthält Blutplättchen und weitere Bestandteile, die an der natürlichen Wundheilung beteiligt sind.
Nach einer Blutentnahme wird das Blut in einer Zentrifuge aufbereitet. Das dabei entstehende PRF kann als Fibringerinnsel oder Membran unmittelbar in das Operationsgebiet eingebracht werden. Die Aufbereitung erfolgt im Zusammenhang mit dem geplanten Eingriff.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen Hinweise auf eine verbesserte frühe Weichgewebeheilung nach Zahnextraktionen. Bei Schmerzen und weiteren Heilungsparametern fallen die Ergebnisse teilweise unterschiedlich aus. Eine beschleunigte Heilung im Einzelfall lässt sich nicht garantieren.
PRF wird bei ausgewählten implantologischen und knochenaufbauenden Behandlungen ergänzend eingesetzt. Ob dies medizinisch sinnvoll ist, hängt vom Eingriff und der individuellen Ausgangssituation ab; ein besserer langfristiger Implantaterfolg ist nicht gesichert.
Für die Aufbereitung ist eine Blutentnahme notwendig, die kurz unangenehm sein und unter anderem einen kleinen Bluterguss verursachen kann. Auch bei der Verwendung körpereigener Bestandteile sind Beschwerden oder Komplikationen des zugrunde liegenden Eingriffs nicht ausgeschlossen.
Ob die Kosten erstattet werden, hängt vom Versicherungsverhältnis, der Indikation und dem individuellen Tarif ab. Vor der Behandlung informieren wir Sie über voraussichtliche Kosten; eine Erstattung sollte gegebenenfalls vorab mit der Versicherung geklärt werden.
In der Zahnarztpraxis Helena Brodt in Waldkraiburg beraten wir Sie individuell, ob PRF für Ihre geplante zahnärztliche Behandlung als ergänzende Maßnahme infrage kommt. Sie können über unsere Termin-Anfrage Kontakt aufnehmen.
